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Highway 1

Also am 7. Januar ging es am Nachmittag los Richtung Süden. Noch in der Stonestown Galleria schnell mit Essen und Trinken eingedeckt und los ging’s!

Startschuss Rundreise

Startschuss Rundreise

Leuchtturm, Sonnenuntergang

Leuchtturm

Erstmal mussten wir aus der Stadt rauskommen, was trotz starken Verkehrsaufkommens relativ schnell ging. Nach einiger Zeit kamen wir an einen sehr schönen Leuchtturm, als gerade die Sonne unterging. War ein sehr schönes Bild. Als wir ein bisschen an den Klippen entlang spaziert sind, hörte ich im Wasser etwas gurgeln und entdeckte einen Seeelefanten, der immer mal wieder auf- und abtauchte. Eigentlich nichts weiter Spektakuläres, da er soweit weg war, dass man ihn nicht richtig sehen konnte, aber war trotzdem toll.

An diesem Abend schafften wir es immerhin noch bis Monterey, wo aber absolut tote Hose war. Das Motel war in Ordnung, aber es gab weder Internet noch ein anständiges Frühstück. Außerdem haben wir es recht leicht geschafft das Klo zu verstopfen… Aber da möchte ich jetzt nicht ins Detail gehen.

Carmel by the Sea

Carmel-by-the-Sea

Schokoladenkuchen im Nepenthe Restaurant

Schokoladenkuchen im Nepenthe Restaurant

Unser nächstes Tagesziel war Santa Barbara, bis dahin hatten wir aber noch eine sehr schöne Strecke entlang der Küste auf dem Highway 1 vor uns. Erster Stop war also direkt nach Monterey in Carmel-by-the-Sea, wo es wirklich einen wunderschönen Strand gab. Wir hatten Glück mit dem Wetter und es war angenehm warm und sonnig. Hätten wir nicht soviel auf unserer Liste gehabt, was wir alles sehen wollten, hätte man es dort sicher noch gut länger ausgehalten. :) Entlang des Highways haben wir immer mal angehalten und die beeindruckenden Wellen und Küstenabschnitte fotografiert. Um die Mittagszeit sind wir im Pfeiffer Big Sur State Park im Nepenthe Restaurant eingekehrt, von wo aus man eine herrliche Aussicht hatte. Kein Straßenlärm und einfache eine tolle Atmosphäre. Und die hatte auch ihren Preis. Ich glaube wir haben zu viert fast doppelt so viel für dieses Mittagessen ausgegeben wie für eine Nacht im Motel… Das will was heißen.

Seelöwen, Möwen, Seeelefanten

Seelöwen, Möwen, Seeelefanten

Total vollgefressen mit Burgern und Kuchen sind wir weiter Richtung Süden. Kurz bevor die Sonne unterging, fanden wir noch einen Strand, an dem lauter Seelöwen und Seeelefanten lagen. Die Seelöwen hatten alle noch recht frische Jungtiere, die dementsprechend viel Lärm machten. War wirklich lustig mit anzusehen, wie sie eigentlich alle am Schlafen waren und nur hier und da mal frischer Sand auf den Rücken geschaufelt wurde, an einer anderen Stelle mal ein Junges nach Milch schrie oder weiter hinten am Wasser zwei Seeelefanten zu raufen begannen. Das Geräusch, das Seeelefanten machen, ist übrigens sehr witzig. Klingt ein bisschen wie ein verstopfter gurgelnde Abfluss.😉 Wie gesagt, ging dann die Sonne unter und wir machten uns auf direkten Weg nach Santa Barbara. Im Dunkeln konnten wir eh keine Aussicht mehr genießen. An der Küste von Santa Barbara konnte man dann auf dem Meer lauter helle Lichter sehen. Das waren aber keine Boote, sondern Ölboorinseln. Landschaftlich total unschön platziert, wie wir am nächsten Morgen gesehen haben.

Diesmal hatten wir mit dem Motel etwas mehr Glück. Es gab freies W-Lan, sogar so frei, dass wir es erstmal etwas unkonfiguriert haben. Man konnte ohne Probleme auf den Router zugreifen und da wir nicht alle ins Internet kamen, weil die eine Maximalkapazität eingestellt hatten, wurde das mal eben schnell geändert.😉 Die anderen bekamen dann wieder Hunger. Keine Ahnung wie, denn ich war immer noch zum Bersten voll vom Mittagessen. Wir sind also alle in den benachbarten 7-Eleven gegangen und die drei haben sich mit Mikrowellen-Fertignahrung eingedeckt, während ich nur schnell was zu trinken besorgt habe. Zurück im Motelzimmer wurde die Mikrowelle in in Betrieb genommen und die diversen Gerüche dieser Fertigfutter vermischten sich, was echt eklig war. Alex hat dann ein Vergleichsvideo gemacht, was ich hoffentlich noch demnächst von ihm zu Gesicht bekomme.😉

auf dem Pier in Santa Barbara

auf dem Pier in Santa Barbara

Am nächsten Morgen haben wir brav unser Motelzimmer geräumt und sind nach „Downtown“ Santa Barbara gefahren. Haben einen Parkplatz direkt an der Strandpromenade bekommen, was im Sommer sicher nicht geklappt hätte. Nachdem Dom sich mit einem Kaffee eingedeckt hat, sind wir auf den Pier raus, um ein bisschen die Sonne zu genießen. Die Aussicht war hingegen leider nicht so mein Fall. Die bereits genannten Bohrinseln verschandelten den Horizont und am Strand selbst waren die Rohre freigelegt, die das Öl von den Bohrinseln ans Land beförderten. Ansonsten machte sich mein Kellerkind-Syndrom wieder bemerkbar… die Sonne und das reflektierende Meer verursachten mir Kopfschmerzen. Bin einfach nichts gewöhnt…

Ich gegen den Burrito

Ich gegen den Burrito

Blubberalgen

Nach dem Mittagessen (mächtiger Käse-Burrito) sind wir dann weitergefahren. Wir wollten immerhin noch bis Los Angeles kommen. In Malibu machten wir nochmal einen Stop und betrachteten ein bisschen die Wellen an diesem ewig langen Strand, den man wohl vor allem aus „Baywatch“ kennt. Oder haben die gar nicht dort gedreht? Stilecht standen dort auf jeden Fall auch ein paar gelbe Jeeps rum. Sehr faszinierend fand ich auch diese grünen Blubberalgen. Die machten so lustige knackende Geräusche, wenn man draufgetreten ist. Da die Sonne dann auch schon wieder unterging, sind wir weiter nach Los Angeles. Mehr dazu dann später.

Achtung Alex, die Wellen kommen!

Achtung Alex, die Wellen kommen!

SFMOMA & Dreharbeiten

Ich komme hier leider gar nicht hinterher. Wir sind gerade zurück von unserer neuntägigen Reise durch Kalifornien und ich hab natürlich einiges zu berichten. Ich möchte es allerdings in der chronologischen Reihenfolge bleiben, deshalb müssen die Berichte über Los Angeles und Las Vegas wohl noch etwas warten.

Nach ein paar ruhigeren Tagen ist Daniela am 4. Januar wieder nach Deutschland geflogen. Nachdem Dominik vom Flughafen zurück kam, sind wir noch Pizza essen gegangen. Patxi’s Chicago Pizza – war sehr lecker! Man kann sich da selbst aussuchen, was auf die Pizza kommt und auch der Pizzateig war schön knusprig. Okay, man merkt schon, die Tage waren nicht so spannend, dass ich mich hier mit Ausschweifungen über Essen hinreißen lasse. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich gerade Hunger habe.🙂

Am nächsten Tag stand dafür wieder etwas mehr Kultur auf dem Programm. Wir sind ins San Francisco Museum of Modern Arts (SFMOMA) gegangen, vor allem weil freier Eintritt war. Einige Teile des Museums waren jedoch gesperrt, weil neue Ausstellungen vorbereitet wurden. War schade, aber auch so gab es viel zu sehen. Ich glaube, dass sich Florian dort sehr wohl gefühlt hätte! Und als kleiner Tipp für alle, die noch oben zum Dachgarten gehen.. werft mal einen Blick rüber aufs Dach des Nachbargebäudes. Na? Wo ist Walter?

Am späten Nachmittag haben wir uns dann nochmal kurz die Uni angeschaut, die diesmal wieder offen war. Mittwochs sind wir kurz an den Strand und danach ins Exploratorium am Palace of Fine Arts. Auch hier war wieder freier Eintritt. Im Exploratorium sind eine Reihe von Versuche aufgebaut, die einem einige physikalische Phänomene erklären. So erfährt man spielerisch wie Nebel entsteht, dass man auch mit eckigen Rädern wunderbar voran kommt, wenn der Untergrund stimmt, oder – was ich am spannendsten fand – dass das Gehirn den schnellen Wechsel von warm und kalt als Schmerz interpretiert. Als das Museum geschlossen wurde, sind wir noch ein bisschen um den Teich am Palace of Fine Arts gelaufen und dabei ist uns aufgefallen, dass die Straße teilweise abgesperrt war. Ein genauerer Blick auf die Schilder verriet, dass dort am kommenden Tag „Trauma“ gedreht werden sollte. Ich fasste also den Entschluss, dass ich dort auf jeden Fall vorbei schauen wollte, auch wenn wir eigentlich um 12 Uhr unseren Mietwagen abholen mussten. Ich meine, wenn schonmal eine Serie in San Francisco gedreht wird, die ich kenne, muss ich ja auch hin, oder nicht?

Am nächsten Morgen haben wir etwas zu lange zum Packen gebraucht, weshalb es sich nicht mehr gelohnt hätte ans „Trauma“-Set zu fahren, bevor wir den Wagen holen. Das wurde also kurzerhand auf danach verschoben. Erstmal ging es nach Downtown das Auto holen. Da ich noch keine 25 bin und Dominik extra einen kalifornischen Führerschein hätte machen müssen, konnten nur Alex und Lari fahren. Für mich hätten wir pro Tag 25 Dollar zahlen müssen, weil ich noch nicht alt genug bin. War schon doof für die anderen beiden, dass sie sich da dann alleine abwechseln mussten. Bevor wir bei der Autovermietung ankamen, sind wir noch am Set einer weiteren Serie vorbei gekommen. Am Union Square wurde gerade „Facing Kate“ gedreht, die im Frühjahr wahrscheinlich auf USA Network startet. Auf jeden Fall hab ich Dussel die Hauptdarsteller nicht gesehen und Dominik hat mir zu spät gesagt, dass sie da waren. War zu sehr von dem ganzen Kameragedöns abgelenkt.😉 Nachdem wir das Auto dann hatten, sind wir wirklich noch zum „Trauma“-Set. Dort wurde ein Unfall nachgestellt und ein paar Polizisten (Statisten) waren etwas lädiert (Blut und so im Gesicht). Hab dann auch Anastasia Griffith, die Hauptdarstellerin entdeckt, die selbst ein paar Fotos vom Set geschossen hat und sich dann über das Büffet hermachte bevor es auch schon in die Mittagspause ging. Da das gesamte Team abzog, um was zu essen, sind auch wir kurz darauf wieder nach Hause um das Auto zu beladen und Richtung Süden aufzubrechen.

Silvester & Gilroy

Ein verspätetes Frohes Neues Jahr euch allen! Komme hier einfach nicht mit Bloggen hinterher.

Am Silvestermorgen haben wir Alex und Lari erstmal ein bisschen die Stadt gezeigt. Mit kurzen Zwischenstops in Chinatown, entlang der Transamerican Pyramid zum Ferry Building. Dort haben ein paar Leute erstmal einen Kaffee getrunken, bevor wir zu Noah’s gegangen sind, um ein paar Wraps und belegte Bagels zu futtern. Bis Mitternacht war es aber noch lang, deshalb sind wir noch ein bisschen durch die Stadt geschlendert.

Transamerican Pyramid

Transamerican Pyramid

Als es dunkel wurde, kamen wir zufällig gerade an der Powell Station vorbei und die Schlange für die Cable Cars war quasi nicht vorhanden. Deshalb haben wir eine spontane Fahrt zu Fisherman’s Wharf gemacht. War wirklich genial, fast wie eine Achterbahnfahrt, da die Straßen recht frei waren und die Fahrer so über die Hügel flitzen konnten. Bei Fisherman’s Wharf sind wir dann auf verschiedene Piers gelaufen und haben tolle Nachtaufnahmen gemacht.

Skyline von San Francisco aus Sicht von Fisherman's Wharf

Skyline von San Francisco aus Sicht von Fisherman's Wharf

Es dauerte immer noch einige Zeit bis Mitternacht und so langsam wurden wir müde und es wurde kälter. Da wir nicht genau wussten, wieviel Andrang später am Embarcadero/Ferry Building sein würde, von wo aus man das offizielle Feuerwerk sehr gut sehen können sollte, sind wir also langsam in diese Richtung aufgebrochen. Dort wurden in der Zwischenzeit schon so einige Absperrungen und Dixi-Klos aufgebaut. Auch verschieden Radio- und Fernsehsender hatten sich eingefunden, um live zu berichten. Wir liefen auf der Suche nach einem guten Platz ein bisschen am Wasser entlang. Während wir dort noch gut zwei Stunden abzuwarten hatten, wurde uns die Wartezeit unerwartet durch eine Gruppe verrückter Rollschuhfahrer versüßt. Diese Rollschuh-Gang unterhielt uns nicht nur durch ihr Auftreten und ihre Musik, wir konnten uns durch leichtes Mitwippen und -tanzen auch recht gut warm halten. Einen kleinen Eindruck vermittelt dieses Video, das Alex gedreht hat: Silvester an der Bay. Und irgendwann war dann auch endlich Mitternacht. Lari war zwischenzeitlich schon im Stehen eingeschlafen und fror sich einen Ast ab. Das Feuerwerk ging ca. 15 Minuten lang und wurde von Treasure Island aus abgefeuert. Wir hatten also perfekte Sicht!

Happy New Year!

Happy New Year!

Die ersten Neujahrs-Minuten wurden dann noch in der Hinsicht spannend, dass wir eigentlich nur noch nach Hause wollten. Der Tag war lang und wir waren müde und durchgefroren. Also ging’s auf zum Busbahnhof, wo Massen an Leuten hinströmten. Wir hatten Glück, dass unser Bus schnell kam. Alex und Lari hatten da leider mehr Pech und mussten noch bis 1:30 Uhr oder so warten.😦 Dabei waren die beiden ja aufgrund des Jetlags noch viel müder.

Während der Fahrt hatte ich immer wieder Angst, dass ich von irgendwem vollgekotzt werde. Einige der Mitpassagiere, die in dem vollgepackten Bus fuhren, waren nämlich bereits ziemlich betrunken und öffneten wie wild die Notausstiege im Dach und in den Fenstern… Naja, der Busfahrer hat’s ganz gut gehändelt und alle sicher an ihr Ziel gebracht. Respekt! Macht sicher nicht Spaß bei so einem Ereignis Dienst zu haben.

Am nächsten Tag haben wir es sehr viel ruhiger angehen lassen. Haben entspannt ausgeschlafen und sind tagsüber nur noch ein bisschen durch die Stadt und die diversen Einkaufspassagen geschlendert. Abends waren wir dann in der legendären Cheesecake Factory essen, die sich im obersten Stockwerk des Macy’s am Union Square befindet. Das Essen war super und auch super viel. Vollgestopft verzichteten wir nach unserem leckeren Burger-Mahl auf das Dessert. Den Cheesecake werden wir dann an einem anderen Tag zu uns nehmen. Mehr als gesättigt machten wir uns schon recht früh wieder auf den Heimweg, da am nächsten Tag Powershopping anstand.

Powershopping deshalb, weil wir immerhin eine vierstündige Anfahrt mit Bus und Bahn auf uns nahmen, um nach Gilroy ins sogenannte Premium Outlet zu kommen. In lauter kleinen Geschäften und Boutiquen wird dort nämlich die Mode der letzten Saison verschachert (vor allem von großen Marken wie GAP, Levi’s und Calvin Klein). Zusätzlich zu den sowieso recht günstigen Preisen, war noch Sale, d.h. es kamen nochmal ein paar Prozente runter. Ich war mittelmäßig erfolgreich. Da ich eigentlich nichts wirklich brauchte, war ich nicht in übermäßiger Shoppinglaune. Habe mir ein paar schöne Kleider angeschaut, aber nicht gekauft und im Endeffekt ist es bei einer Levi’s Jeans, zwei T-Shirts und einer Bluse geblieben. Die überaus schöne Laptop-Tasche von Fossil habe ich dort gelassen, da sie ein paar ungünstig platzierte Reißverschlüsse hatte, die wahrscheinlich mein Notebook verkratzt hätten…

Ziemlich geschafft, hatte ich dann abends noch eine Auseinandersetzung mit dem Busfahrer.. Da seine bescheuerte Geldzählmaschine nicht richtig funktioniert hat, musste ich im Endeffekt fast doppelt soviel für die Fahrt zahlen, wie eigentlich nötig. Und dann reagierte der auch noch so patzig, dabei habe ich einfach nur nicht verstanden, was sein Problem war. Damit war ich für’s erste bedient. Die restliche Fahrt habe ich hauptsächlich versucht zu schlafen, bis wir dann nachts um ca. 1 Uhr endlich wieder zuhause waren und ich richtig ins Bett konnte.

Als wir am nächsten Morgen aufgestanden sind, hat draußen endlich mal wieder die Sonne geschienen. Wir konnten es glauben und haben uns so schnell wie möglich fertig gemacht und sind raus. Diesmal sollten die Painted Ladies am Alamo Square festgehalten werden. Das vortreffliche Wetter mit der hervorragenden Aussicht musste genutzt werden! Also wieder mit dem Bus in die Haight Street und von dort aus den Berg rauf. Wegen der Weihnachtstage, waren hier noch ein paar Bäume ganz hübsch dekoriert.

Bäume mit roten Schleifchen in der Pierce Street

Bäume mit roten Schleifchen in der Pierce Street

Am Alamo Square angekommen, haben wir erstmal die Aussicht über die gesamte Stadt genossen. Dabei musste man vor lauter in die Luft schauen aber aufpassen, dass man nicht in eine Tretmine trat… Die Parks werden hier scheinbar generell als Hundeklo und -spielplatz benutzt. Ich bin deshalb bestmöglich auf den Wegen geblieben und habe die unübersichtlichen Grasflächen vermieden.

Auf der Ostseite des Alamo Squares befinden sich die bekannten Painted Ladies, die man auch auf fast jeder Postkarte abgebildet findet. Ich kenne sie hauptsächlich aus dem Vorspann von „Full House“. Ansonsten sind sie eigentlich nicht weiter spektakulär. In der Steiner Street, in der die Painted Ladies stehen, sind halt noch so einige viktorianische Häuser, die zum Teil auch sehr schön restauriert sind (s. letztes Bild in der Galerie). Von außen sehen sie halt alle schon sehr hübsche (teilweise auch etwas kitschig aus), aber isoliert sind sie halt genauso schlecht wie alle anderen Häuser hier in der Gegend…

Als wir so da oben auf dem Hügel standen, fiel mir auch wieder ein, dass das Haus aus „Mrs. Doubtfire“ ja auch ganz in der Nähe sein müsste. Dank mobilen Internet auf Dominiks iPhone wussten wir dann auch recht schnell wo. Zu Fuß war es uns dann doch etwas zu weit, obwohl es ebenfalls in der Steiner Street steht, also haben wir erstmal noch einen kurzen Abstecher nach Japantown bzw. „Little Osaka“ gemacht. Ich glaube da hat man in Düsseldorf mehr japanisches Flair, als in diesem Stadtteil… Die Pagode, die sie da als Attraktion aufgebaut haben, ist halt echt mal die hässlichste, die ich je gesehen habe. So ein Betonklotz strahlt halt einfach nicht die gleiche Eleganz aus wie ein Holztempel.

Pagode in Japantown ("Little Osaka")

Pagode in Japantown ("Little Osaka")

Nachdem wir noch ein bisschen durch die Geschäfte geguckt haben, aber auch nichts Weltbewegendes entdeckt haben, sind wir weiter zur nächsten Bushaltestelle. Der Bus hat uns dann direkt bis vors „Mrs. Doubtfire“-Haus gefahren. So mussten wir wenigstens nicht groß suchen. Schnell die obligatorischen Tourifotos geknippst und weiter gings nach Fisherman’s Wharf, wo wir uns in einen F-Train gesetzt haben, der uns zum Ferry Building brachte. Dort gabs dann noch schnell einen Kaffee für meine beiden Begleiter und ich habe mir eine heiße Soja-Schokolade bestellt. Hat fast genauso geschmeckt wie eine normale Schokolade, nur dass mir nicht so schlecht wurde. Ich glaube aber, dass ich insgesamt einfach nicht mehr auf heiße Schokolade stehe..😉

Dominik ist dann auch kurz darauf zum Flughafen aufgebrochen, um Alex und Lari abzuholen. Dani und ich sind solange wieder ein bisschen durch die Geschäft gebummelt und sie hat in Chinatown eine schöne Tasche erstanden. Nach ca. vier Stunden vor uns hintrotten, schönen aber viel zu teuren Kleidern angucken, kam Dom dann auch endlich mit den beiden Neuankömmlingen an der Powell Station an. Wie es unser neues Ritual so wollte, sind wir in Lori’s Diner und haben erneut einen sehr leckeren Burger genossen. (Inzwischen kann ich übrigens nicht mehr zählen, wieviele Burger ich in den 14 Tagen hier gegessen habe…)

Alex und Lari wurden dann aber verständlicherweise auch recht bald müde. Also haben wir sie mit dem Bus nach Hause zu ihrem Motel begleitet. Die letzten Blocks mussten wir laufen, da scheinbar irgendwo auf der Strecke ein Unfall passiert war und der Bus nicht weiterfahren konnte… Mehr über unsere Zeit aus Alex‘ Sicht könnt ihr übrigens dann auch schön bei Teilzeitnerd.de lesen. Da gibt’s dann auch lustige weitere Fotos und Videos.

Mit Dani gings am nächsten Tag nochmal an den Ocean Beach. Diesmal konnte man nicht ohne Jacke rumlaufen, wie noch beim ersten Besuch dort. Dafür war es diesmal viel zu frisch und windig. Ich fand’s beeindruckend, dass bei dem Wetter dennoch Surfer ins Meer raus sind. Die Wellen waren super, aber ich frag mich, ob diese Neoprenanzüge die Kälte wirklich so gut abhalten… Hab mir Dominiks Kamera geschnappt und hab ein paar Bildchen gemacht. Hier mal eins:

Ocean Beach - Surfer

Ocean Beach - Surfer

Anschließend sind wir ein bisschen durch den Golden Gate Park gelaufen. Ist halt recht schön angelegt mit vielen Möglichkeiten umher zu spazieren und sich Vögel und Eichhörnchen anzugucken. Letztere waren sehr zutraulich, aber leider nicht zu verarschen. Mit leeren Erdnusschalen brauchte man da gar nicht kommen… Irgendwann wurde es uns dann auch wieder zu kalt und deshalb sind wir dann weiter ans östliche Ende des Parks und dort die Haight-Street ein bisschen entlang gelaufen. Scheint noch heute das Zentrum der Hippie-Kultur in San Francisco zu sein. Lauter bunte Lädchen und Häuser reihen sich da aneinander. War schön da ein bisschen zu stöbern, aber ein Großteil der Klamotten ist in Deutschland einfach nicht alltagstauglich. Wenn man zuhause mit Batikshirt oder -rock rumläuft, wird man ja gleich schräg angeguckt. Hier ist das ganz normal.

Painted Ladies - Haight/Central

Painted Ladies - Haight/Central

Da es dann auch bald wieder zu regnen anfing – ja, die alte Leier, sind wir dann nach Downtown gefahren und dort noch ein bisschen durch die Geschäfte gehüpft. Im GAP haben Dani und ich bestaunt wie Amis beim Sale zwischen den Feiertagen durchdrehen und alles wild durch die Gegend schmeißen. Ich habe den „Fehler“ begangen eine Verkäuferin zu fragen, wie ich die Hosengrößen zu verstehen habe. Sie hat mir dann gleich mal zwei, die mir im Endeffekt viel zu groß waren, in die Hand gedrückt und ich durfte ewig an der Umkleidekabine anstehen. Dabei wollte ich doch nichtmal ne Hose kaufen… wollte doch nur wissen, welche Größe ich wohl habe. Immerhin wusste ich das dann, was auch später ürf unserem Trip nach Gilroy ins Outlet sehr hilfreich war.

Dani hat anschließend noch im Levi’s nach Jeans geschaut, bevor wir uns wieder mit Dominik getroffen haben und gemeinsam Pizza essen gingen. Damit war dann auch schon wieder ein Tag rum.

Das Wetter mochte uns in diesen Tagen wohl nicht besonders. Für Fotos eigentlich völlig ungeeignet, da alles grau in grau war, zogen wir dennoch los, wenigstens die regenfreien Stunden draußen zu genießen. Wir haben Daniela kurz den Palace of Fine Arts gezeigt und sind danach in den Park gegangen, der nur ein paar Meter südlicher davon liegt. Diese kleine Grünanlage gehört zum Grundstück von Lucasfilm, der Produktionsfirma von George Lucas. Durch die Fenster der umliegenden Gebäude kann man immer wieder kleine Stormtrooper- und Indiana-Jones-Figuren erkennen und vor einem der Eingänge befindet sich diese süße Yoda-Figur auf einem Brunnen.

Yoda-Figur

Yoda-Figur

Anschließend sind wir ein bisschen entlang der Lombard Street gelaufen. Bis zu dem stark gewundenen berühmten Stück der Straße war es dann aber doch etwas weit, also haben wir kurz darauf einen Bus genommen, der uns bis zum Fuß des Berges (Ecke Van Ness/Chestnut Street) gefahren hat. Wir sind so schnell wie möglich den Berg hoch geklettert (war wieder mal sehr steil) und dann hat man schon von weitem gesehen, wo wir hin mussten. Die Autos stauten sich, weil jeder dieses kleine berühmte Stück Straße entlang fahren wollte. Dummerweise konnten nicht alle Autofahrer die Straßenschilder lesen und obwohl das Links-Abbiegen an der einen Stelle verboten war, standen sie halt doch dort an. Ganz konzentriert, das Falsch-Abbiegen auch ja nicht zu verpassen, haben sie nicht gehört, wie von hinten ein Cable Car angefahren kam, dessen Fahrer wie verrückt mit geläutet haben. Das Cable Car durfte also am Hang eine Vollbremsung einlegen. Hat es auch hingekriegt, auch wenn es kurzzeitig drohte rückwärts den Berg wieder runter zu rollen, allerdings hing es damit dann auch da fest. Cable Cars können nämlich nicht am Berg anfahren, also musste Verstärkung gerufen werden. Etwa 10 Minuten später kam dann auch ein Truck angefahren, der vorne extra so eine Anschiebeplattform hatte. Alle Leute mussten aus dem Car aussteigen und warten bis es den Berg raufgeschoben wurde.

Cable Car anschieben

Cable Car anschieben

Das Ganze ging recht schnell von statten und der Truck fuhr wieder zurück. Die Leute durften wieder einsteigen und die Fahrt ging weiter. Das Gleiche sollte sich kurz darauf aber fast noch mal wiederholen, als wieder so ein Depp verbotenerweise links abbiegen wollte und das nächste Cable Car wie verrückt am klingeln den Berg rauf fuhr. So ziemlich jeder, der das mitbekam, schrie den Autofahrer an, seinen Arsch vorwärts zu schieben, damit das Cable Car den Berg hoch kam. Hat dann auch ganz knapp noch geklappt. Das Spektakel spielt sich wahrscheinlich täglich da oben ab und es macht viel mehr Spaß dabei zuzuschauen, als die eigentliche Lombard Street anzuschauen und runterzulaufen.🙂

Danach sind wir wieder nach Downtown gelaufen und gefahren, haben asiatisch gegessen und sind kurz ins Westfield Center, einer recht neuen Mall an der Powell Station. Dann nochmal zu Fuß zum Busbahnhof und von dort aus mit dem Bus nach Treasure Island. Von dort aus haben wir ein paar tolle Nachtaufnahmen der Stadt gemacht bis es wieder angefangen hat zu regnen…

San Francisco by Night

San Francisco by Night

Abends haben wir dann auch endlich mal Dominiks Mitbewohner getroffen. Adar war ja an meinem ersten Tag zu seiner Familie verschwunden und an Matthew haben wir irgendwie ein bisschen vorbei gelebt… Haben uns nett unterhalten, bis wir dann alle so langsam ins Bett verschwunden sind.

Auch am nächsten Tag stand wieder Sightseeing an. Auf ging’s zur Golden Gate Bridge. Der Sammelpunkt mit Parkplatz und Bushaltestelle war unglaublich überlaufen, da ja an Weihnachten bzw. zwischen den Feiertagen wohl einfach noch viel mehr los ist. Haben wieder ein paar Standard-Tourifotos gemacht, allerdings war es diesmal halt auch alles viel grauer, da schlechteres Wetter. Und kalt war es über Nacht geworden… Natürlich kein Vergleich mit den Temperaturen in Deutschland, aber trotzdem recht frisch.

Da das Wetter also nicht wirklich dazu einlud sich draußen aufzuhalten, sind wir zur San Francisco State University gefahren. Dort war aber alles zu, also haben wir nur ein bisschen Campus angeguckt und sind dann ins Einkaufszentrum nebenan: Stonestown. Halt wie eine typische Mall aufgebaut, nicht wirklich spannend. Sind dann halt im Panda Express was essen gegangen. War sehr lecker, aber auch sehr viel.

Danach sind wir dann mit der Muni wieder nach Downtown gefahren. Im Ferry Building kurz Kaffee und heiße Schokolade getankt, aber leider war hier sonst nichts mehr weiter los. Die Geschäfte hatten schon zu, also haben wir so langsam unsere Sachen gepackt und sind wieder nach Hause. Draußen hat’s wie immer geregnet…

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