Das fragte uns wohl gestern der Wettergott und irgendwer muss ganz laut „Ja“ geschrien haben, denn was uns hier gestern an Wetterkapriolen erwischt hat, habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Vorgestern Abend fing es mit Schnee an, der in heftigen Regen überging. Komisch, denkt man doch, dass es nachts kälter wird und aus Regen Schnee wird. Naja, egal. Mitten in der Nacht schrecke ich auf, weil es draußen zu stürmen begonnen hat, aber nicht nur ein bisschen, sondern richtig übel. Mit Schlaf war es dann nicht mehr so viel, weil ich mir die ganze Zeit vorgestellt habe, wie jeden Moment ein Baumstamm vom Orkan durchs Fenster geschleudert wird.. Oder so ähnlich.
(Naja, wie sich später herausstellte, hätte es auch ein Smart sein können, denn eben so einer wurde auf dem Parkplatz des I-Baus in der Nacht auf ein anderes parkendes Auto geschoben. Habe ich jetzt Mitleid mit den Dauerparkern oder nicht?)
Als ich gestern früh die Rollläden hoch ließ, stürmte es immer noch ziemlich heftig. Und der Regen, der an mein Fenster drückte, wurde schon bald wieder von Schneematsch abgelöst, so dass ich nicht mehr wirklich das Chaos draußen begutachten konnte, da eine Eisschicht meine Fenster bedeckte. Nach einiger Zeit gings dann wieder, aber der Anblick war nicht wirklich schön. Mittags habe ich mich dann doch mal rausgetraut, schließlich hatte ich Hunger und die Mensa lockte mit „Putengeschnetzeltes Thailändischer Art“, was vielversprechend klang und wie sich herausstellte, auch einigermaßen war. Auf den Hinweg zur Mensa hatte ich Glück. Es hat „nur“ gestürmt, aber nicht geregnet oder geschneit. So wurde ich also nur von keine Ahnung wieviel km/h durch die Gegend geschoben, habe Mülltonnen von der Straße geräumt (ja so sozial bin ich dann doch) und habe mich in den Eingangsbereich der Mensa gerettet.
Nach dem Essen hatte das Wetter sich leider doch wieder dazu entschlossen eine Form des supernassen Schnees auf uns herabprasseln zu lassen. Doof nur, dass der Schnee durch den Wind schön waagerecht kam und einem ins Gesicht schlug. Glücklich wieder zuhause angekommen, habe ich mich dann erstmal wieder unter die Bettdecke verzogen, weiter aufs Wetter fluchend und lieber im Internet surfend als aus dem Fenster schauend. Am Nachmittag begann es dann richtig zu schneien, anfangs merkte man den Unterschied kaum, da es durch den Sturm nicht liegen blieb, aber so ab 16 Uhr mussten die armen Leute, die sich dazu entschlossen haben, einkaufen zu gehen, nach zehn Minuten ihr Auto wieder frei fegen.
Etwas später bin ich tatsächlich noch mal raus, allerdings nur fünf Meter über die Straßen ins Auto rein und in den I-Bau, um Dominik und seinem Team bei IMI ein bisschen Gesellschaft zu leisten. Danach ging es noch zum Schwesternwohnheim, um Jens seine Kamera wieder zu bringen. Dafür mussten wir aber erstmal Dominiks Auto wieder ausgraben, es hatte nämlich in der Zwischenzeit (ca. eine Stunde) noch mal 10 cm geschneit. Am Schwewo angekommen, hat uns dann fast ein begeisterter Schneeraupen-Fahrer über den Haufen gerast. Er hatte sichtlich Spaß an seinem Job, dafür mussten aber auch ein paar Bordsteine leiden… So, Jens schnell die Kamera vorbei gebracht, dann wieder zurück in den Edeka und zu mir, um den Abend bei lecker Essen mit Andi und Dominik und Film schauen ausklingen zu lassen.
Heute morgen wurde ich dann übrigens wieder von einer Schneeraupe oder war’s vielleicht auch nur ein Schaufellader geweckt, der den Edekaparkplatz frei räumte. Nach dem Aufstehen entdeckte ich auch, warum der morgens so aktiv gewesen ist. Über Nacht hatte es wohl konstant weiter geschneit, so dass jetzt alles wieder aussieht wie vor ein paar Wochen und als hätte die Sonne es nie geschafft hier auch nur ein bisschen wegzuschmelzen. Die Breg ist wieder voller Schnee (ja, da schmeißen die Schaufellader-Fahrer immer alles rein, was ihnen in den Weg kommt), die Dächer sind komplett weiß, einige Fenster sind halb zugeschneit und ich kann nicht genau identifizieren, ob es immer noch schneit oder ob es sich nur um Schneewehen handelt.
P.s.: Ist das nicht toll, wie man sich über das Wetter auslassen kann, wenn man nichts anderes erlebt?
Und wenn du jetzt noch auf meine Flickr Bilder verlinkst bin ich ganz glücklich. Ach was, ich mach es selbst: http://www.flickr.com/photos/jens_wiese/3269840421/in/photostream/
sehr schoen. irgendwas muss man ja tun, gell?
@Jens: Wie soll ich darauf verlinken, wenn ich die noch nicht einmal gesehen habe? Aber danke für den Link.
Ich glaube, ich klaue mir nachher noch Dominiks Kamera und mach auch ein paar Fotos.
[...] Februar 2009 von Catherine Ja, wer hätte vor zwei Wochen gedacht, dass ich genau in diesem Moment im T-Shirt vorm weit geöffneten Fenster sitze und kein [...]