Puh, ich hatte ja versprochen hier noch aus Irland zu berichten, aber da Fipsy das alles so toll aufgeschrieben hat und auch gleich mit vielen tollen Fotos versehen hat, würde ich mir ja nur unnötig Mühe machen.
Dennoch kurz aus meiner Sicht geschildert:
Als wir Samstagnachmittag in Dublin landeten, riet uns das Bordpersonal der Ryan Air schonmal eine Jacke anzuziehen und sich beim Aussteigen am Geländer der Treppe gut festzuhalten. War ich froh, dass mir Moes Mutter ihre Regenjacke geliehen hat, denn wir wurden gleich richtig stürmisch und nass auf dem irischen Boden Willkommen geheißen. Okay, wir hatten uns ja mental bereits auf eine Woche irischen Dauerregen eingerichtet und am ersten Abend blieb es dann auch gleich wie erwartet. Das hielt und aber trotzdem nicht davon ab erstmal Temple Bar unsicher zu machen. Das ist das Kneipenviertel in Dublin, zufällig direkt neben unserem Hostel gelegen, und natürlich wie zu erwarten war super teuer. Aber das war es in Dublin sowieso überall. Während sich Fipsy und Moe darüber aufregten für ihr Pint 5 Euro zu zahlen, lag ich mit meinen rund 3 Euro für ne 0,2 Cola auch gut dabei. Das zahle ich in Deutschland glaube ich für eine 0,5 oder bilde ich mir das ein? Naja, trotzdem muss man Dublin ja gesehen haben und die Pubs in Irland haben so oder so eine ganz besondere Athmosphäre und tolle Musik (zeitweise sogar live!).
Noch bevor wir am nächsten Morgen die Augen öffneten, bemerkten wir allein schon durch’s Hören, dass es draußen nicht mehr regnete. Das schmatzende Geräusch der Reifen über die nassen Straßen hatte aufgehört. Warum wir das so genau wussten? Die Fenster bestanden aus nur einer Glasscheibe und waren dementsprechend schlecht isoliert. Als wir uns dann schließlich doch trauten mal einen Blick nach draußen zu werfen, entdeckten wir den strahlend blauen Himmel. Schnell war klar, dass wir uns heute zum Glück nicht in irgendwelche Bibliotheken und Museen gegen teuren Eintrittspreis verstecken mussten, sondern dass wir wie geplant unseren Stadtrundgang machen konnten. Das ging soweit auch alles gut, bis meine Füße dann doch irgendwie meinten, dass sie ungewöhnlich viel Bewegung für die letzte Zeit bekommen haben und nicht mehr so recht wollten. Als wir uns dann auf der Suche nach dem Guinness Storehouse auch noch verliefen und das komplette Gelände der Brauerei umrunden mussten, war ich – wie ihr euch sicher denken könnt – ziemlich am jammern. Das Storehouse war dann auch eher eine riesige Werbeveranstaltung, als eine richtige Brauereiführung, also nutzte ich jede Gelegenheit mich irgendwo hinzusetzen. Als wir dann im obersten Stockwerk ankamen, konnten wir in der Gravity Bar eine geniale Aussicht über die Stadt genießen. Das war wirklich das einzig gute an dem Gebäude: Eine rundum verglaste Etage (bis auf der Teil mit den Fahrstühlen) und bei dem Wetter auch noch ein unheimlich genialer Blick über gesamt Dublin.
Punkt 18 Uhr wurden wir dann aber auch schon wieder rausgeschmissen (wir saßen doch erst 20 Minuten da oben
), weil am Abend noch irgendeine Veranstaltung stattfinden sollte. Also gings zurück zu unserem Hostel, wo unser Leihwagen für diese Woche stand. So machten wir uns also auf den Weg nach Galway, auf die andere Seite der Insel. Alex ist gefahren und musste sich nicht nur ans Linksfahren, sondern auch an die total chaotische Straßenführung gewöhnen. Ohne Navi und Automatik-Schaltung wären wir da glaube ich drauf gegangen.
Und schreckhaft wie ich bin, habe ich natürlich fast jede Aktion mit einem Schrei o.ä. vertont. Am späten Abend kamen wir in Galway an und bemerkten schon gleich einen Klimaunterschied. Es war um einiges frischer und man bemerkte die Nähe des Meeres. Vom langen Tag sehr müde, fielen wir dann auch bald ins Bett.
Am nächsten Morgen ließen wir es gemütlich angehen. Uns war klar, dass die Stadt nicht groß genug war, um uns genauso lange zu beschäftigen wie Dublin. Dennoch wollte ich es mir nicht entgehen lassen mich mit Friederike zu treffen, die dort seit einiger Zeit in einem Hotel arbeitete. Es ließ sich engagieren, dass wir uns zum Mittagessen treffen, doch bis dahin hieß es noch ein bisschen im Claddagh (Buffy-Insider wissen, dass Liam/Angel von hier stammt und der Ring, den er Buffy schenkt, aus diesem Viertel stammt) herumzuwandern. Im Prinzip sind wir also einmal am Ufer entlag in Richtung Pier, Möwen beobachten und Boote fotografieren.
Da es zeitlich sonst zu knapp wurde, sind wir nicht mehr bis auf den Pier gegangen und sind auf in Fox’s Bar, wo wir uns mit Friederike treffen wollten. Also zumindest ich wollte das, der Rest ist halt mitgekommen. Ich soll alle ganz lieb von ihr grüßen (also alle, die sie kennen und die hoffentlich diesen Blog verfolgen
). Das Wetter mache ihr zwar zu schaffen, aber schön findet sie die Stadt trotzdem. Nach dem Essen gingen wir dann aber auch schon wieder getrennte Wege, da sie sich auf ihre Spätschicht vorbereiten musste und wir noch vorhatten ein bisschen aus der Stadt rauszufahren. Da das Wetter dann eh umschug und es begann zu regnen, konnte man in Galway eh nicht mehr besonders viel machen. Auf ging es in Richtung Nord-Osten in die Region Connemara. Zwischendrin hielten wir noch kurz an einer alten Burg an, deren Hauptturm vollständig restauriert wurde. Bis es dunkel wurde, fuhren wir dann durch die karge braune Moorlandschaft und sahen zum ersten Mal Schafe auf den Weiden und auch einfach mal beim Abbiegen auf einer Kreuzung direkt neben dem Auto. Für mich wieder kurze Schrecksekunden, für die Jungs wieder ein Lacher, weil ich mich mal wieder erschreckt hatte.
Zwischendurch hielten wir auch noch mal an einem See und da ist unter vielen anderen auch dieses tolle Foto entstanden.
Nach einer weiteren Nacht in unserem Galwayer Hostel, dem Kinlay House, welches übrigens sehr gut war, machten wir uns auf den Weg entlang der Küste (mit kleinen Abstechern in die Steinlandschaft „The Burren“) nach Limerick. Zwischendrin hielten wir wieder mal hier und da an. Unter anderem in Doolin, von wo aus man super die Wellen an der Küste zerbrechen sehen konnte und von dort aus dann weiter zu den Cliffs of Moher. Meine Erinnerungen an meinen Urlaub von vor zehn Jahren sind nicht mehr die besten, aber hier hat man deutlich die Veränderung gesehen. Alles ist noch viel mehr auf den Tourismus ausgelegt und alles schön neu gepflastert und geteert, damit die anstürmenden Menschmassen auch getragen werden können. Mir ging es hier leider nicht so gut, zudem war es verdammt windig und kalt, wenn man nicht ein windstilles Örtchen fand. Denn die Sonne schien zum Glück und wenn man mal nass wurde, dann lag das an der Gischt des Meeres, die die Klippen raufgetrieben wurde.
Weiter ging es nach Limerick, wo wir leider weit und breit kein Hostel gefunden haben und deshalb in einer Art Motel nächtigten. Nicht gerade billig, dafür aber zwei Doppelzimmer mit eigenen Bädern. Abends machten wir uns dann noch auf Nahrungssuche, doch bereits um 20/21 Uhr schienen die Bürgersteige hochgeklappt zu sein und auch sonst schien mir das alles nicht sehr geheuer. Das lag wohl an den Horrorgeschichten, die Friederike erzählt hatte von höchster Kriminalitätsrate und vergitterten Fenstern und so… Am nächsten Morgen warfen wir dann noch einen Blick auf King John’s Castle, von außen, da der Eintritt so teuer war, und weiter ging es gemütlich übers Land zurück Richtung Dublin. Zwischenstopp machten wir am Rock of Cashel, einem alten Kloster mit Kathedrale und einer Art Pilgerort mitten auf der Insel, der ähnlich berühmt sein soll wie die Akropolis.. Naja.. Lustig war es, dass die Stille auf dem Berg plötzlich durch eine Scharr Raben unterbrochen wurde, die plötzlich auftauchte. Danach noch ein kurzer Stop in Kilkenny (da war ich auch schon mal, aber bei schlechterem Wetter
), wo ich auf ein paar Doppelgängerinnen von mir traf.
Ich merke gerade erst, dass ich doch verdammt viel schreibe und so will ich den Rest jetzt kurz halten. Die letzte Nacht in Dublin nächtigten wir wie beim ersten Mal im Four Courts Hostel. Die Nacht war sehr kurz (ca. 3,5 Stunden), weil wir gegen 4 Uhr auch schon wieder in Richtung Flughafen aufbrechen mussten, da um 6:10 Uhr unser Flug in Richtung Friedrichshafen ging. Im Flugzeug konnte ich nicht anders als schlafen, denn die Sitze waren sooooo hässlich, dass es mir die Augen vergretzte (gelb-schwarze Leder-Plastiksessel).
So, soweit also erstmal zu Irland. Habe jetzt also doch einen ausführlichen Bericht geschrieben. Ich sehe es euch nach, wenn ihr es nicht durchlest.
Mehr Bilder gibt es wie gesagt bei Fipsy und bei Moes Flickr-Account. Für letzteres braucht man allerdings einen Login und er muss euch als Freund adden.




Also, bei uns kostet eine grosse Cola im Schnitt 1,60 USD glaub ich
Hey ich find das Doppelgaengerbild richtig cool! Gibt es da eine bestimmte Funktion im Photoshop?
Also du brauchst halt mehrere Bilder, die möglichst aus der gleichen Position geschossen wurden. Am einfachsten geht das mit einem Stativ, aber in diesem Fall hat Moe das auch mit seiner zittrigen Hand hinbekommen.
Ich glaube man kann das automatisch über File>Automate>Photomerge zusammen fügen. Der erkennt dann, was im Bild gleich ist und legt die Ebenen passend übereinander. Bin mir aber nicht hunderprozentig sicher und weiß auch gerade die deutschen Begriffe nicht.
Ja, der Weg stimmt.
Wenn das Bild dann fertig ist, kann man auf den einzelnen Ebenen über die Maske Teile des Fotos unsichtbar oder sichtbar machen. Da die Bilder 1zu1 übereinander lagen, konnte ich so mitten auf der Wiese die Catherine erscheinen lassen.
Eigentlich total simpel.
Hallo,
bin hier zufällig gelandet.
Sehr gut geführter Bolg, Angenehm zu lesen, man merkt das hier jemand mit viel
Energie am werk ist. Möchte mich meinem Vorschreiber anschließen.Ist immer wieder erfreulich zu lesen das auch andere die gleiche Meinung haben.
Weiter so.
Gruß
Michael