Furtwangen, der einzige Ort, wo man auch im Juli noch Rollkragenpullover tragen kann. Ist das nicht toll? Wir waren heute im Open-Air Kino beim Gucklochkino und da mir schon kalt war, bevor die Sonne überhaupt untergegangen war, habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen meinen dicksten Pulli aus dem Schrank zu kramen. Und es hat echt geholfen, am Oberkörper war mir gar nicht kalt, lediglich Nase und Hände drohten abzufrieren. Meine Beine hatte ich zusammen mit Moe, Jens und Fred unter eine Decke gesteckt.
Neben der Kälte gab es noch einen kleinen Nachteil: Wenn man sich den ganzen Abend nur auf einer Bierbank aufhält, ohne Rückenlehne wird der Rücken doch ganz schön beansprucht. Wir sehnten uns also nicht nur nach einem warmen Raum, sondern auch nach einem bequemen Plätzchen.
Der Film war übrigens super. Es kam “Bis zum Ellenbogen” (offizielle Website) und handelt von drei völlig unterschiedlichen Männern, die in den Schweizer Alpen eher zufällig aufeinander treffen. Bei einem nächtlichen Saufgelage kommt einer der Männer durch einen Unfall ums Leben und die anderen beiden haben Angst dafür belangt zu werden. Sie entschließen sich ihn zu seiner vor einem Jahr ertrunkenen Verlobten in die Nordsee am Ellenbogen von Sylt zu schmeißen. Dafür müssen sie die Leiche allerdings durch ganz Deutschland karren. Stellenweise unglaublich makaber, aber dennoch alle paar Minuten ein Lacher, weil eben dieses Makabere immer so passend gebracht wurde und mit einigen Überraschungsmomenten aufwartete. Ich kann ihn also nur sehr empfehlen!