…über Furtwangen und weit und breit kein Wölkchen zu sehen. Träume ich oder ist der Sommer tatsächlich endlich da? Während vor einer Woche das Wasser noch in Sturzbächen vom Himmel viel merkt man davon inzwischen rein gar nichts mehr.
Die Stadt blüht auf und vor allem für die Handwerksbetriebe scheint viel zu tun zu sein. Da wäre z. B. die Metallverarbeitung direkt vor meinem Fenster. Die machen nicht etwa selbst so einen Lärm mit ihrer Arbeit, nein die lassen machen… Deren Haus scheint von Grund auf neu sarniert werden zu müssen, dass die da die vergangene Woche fleißig am Gerüst aufbauen, Putz abstemmen, Verkleidungen abreißen etc. waren. Und gestern hatten sie es dann doch tatsächlich schon geklappt. Während vorgestern Mittag das komplette Dach scheinbar lose auf dem Haus lag, waren abends immerhin schon wieder einige Stützbalken gezogen. Und seit gestern Abend ist der Giebel wieder komplett verkleidet. Ich bin beeindruckt von dieser Schnelligkeit.
Jetzt ist erstmal Wochenende und Ruhe, aber wer weiß, was für Späßchen die sich für nächste Woche ausdenken.
Habe ich eigentlich schon vom Public Viewing auf dem Marktplatz erzählt? Während vor zwei Jahren das ganze noch im alten Postwagenhof hier gleich um die Ecke stattfand und wir uns in die alten Garagen gedrängt und geschwitzt haben bei scheinbar tropischen Temperaturen, findet diesmal das ganze gesponsert von Fu-Bar auf dem Marktplatz statt. Dazu haben die sich an sich was tolles einfallen lassen. Der ganze Marktplatz sieht aus wie eine Strandlandschaft: Sandfläche, großer Sandhügel und alles versehen mit Sonnenstühlen. Beim Fußball schauen hat der große Sandhügel seine guten und seine schlechten Seiten. Zum einen kann man die Menge gut überblicken und auf jeden Fall das Spiel auf der Leinwand verfolgen. Man ist allerdings so abgelenkt von den Sandlawinen die immer wieder runter kommen, oder die man selbst auslöst, weil irgendwer mal ein Tor geschossen hat und alle wie verrückt hüpfen müssen (mich eingeschlossen). Und man lernt auch nicht dazu. Beim zweiten und beim dritten Tor hüpft man wieder…
In der Halbzeit habe ich versucht wenigstens Teile des Sands, der sich in meiner umgekrempelten Hose und meinen Schuhen befand, zu entfernen, aber das war dann auch vergebens, weil ich in der nächsten Hälfte doch wieder auf dem Hügel stand.
Beim nächsten Mal geht’s jetzt also gegen die Türkei. Das wird spannend und noch viel voller auf dem Marktplatz… Diesmal muss ich mir eine strategisch bessere Position aussuchen.
nur so als anekdote zu deinem Blogtitel „Hinter den 7 Bergen“, weißt du eigentlich woher Triberg seinen namen hat?
Klaro. Man siehts ja auch, wenn man da ist.
das mit der strategisch besseren Position hat ja nicht so ganz funktioniert…
Wir waren halt einfach zu spät da… Aber so hatten wir es wenigstens gemütlich von zuhause aus und viel von der Marktplatzathmosphäre haben wir ja dank der geöffneten Fenster nicht verpasst.