Jaja, was war los in den letzten Tagen? Hier im Blog ist es ja wieder sehr ruhig geworden. Ich weiß auch gar nicht, wo ich anfangen soll.
Also nach einem verlängerten Wochenende am Bodensee, sind Moe und ich am Dienstagabend zu Alex nach Uhingen gefahren. Nach einem kurzen Reinfeiern in seinen Geburtstag mussten wir auch zeitig ins Bett, da wir am nächsten Morgen früh aufstehen wollten. Schließlich kam um 9:45 Uhr Fipsy nach seinem mehr als halbjährigen Aufenthalt in Australien, China, Taiwan etc. am Stuttgarter Flughafen an. Vor Ort wurde er nicht nur von uns drei, sondern natürlich auch von seiner Familie und Freunden von zuhause begrüßt. Während wir uns nach einer guten Stunde voneinander verabschiedeten, machte er sich mit Sack und Pack auf den Weg nach Pfullendorf und wir nutzten die Zeit um nach Stuttgart reinzufahren. Allerdings sagte uns das Wetter nicht so zu, also hielten wir den Aufenthalt kurz und machten uns auf den Rückweg nach Uhingen zu Alex’ Eltern. Im Flur konnte man bereits den leckeren Kuchen riechen, den Alex’ Mutter zur Feier des Tages gebacken hatte. Zwetschgenkuchen, den liebe ich ja!
Am Nachmittag probierten wir das Spiel aus, dass wir Alex zum Geburtstag geschenkt hatten: Confusion. Der Titel trifft es genau, denn vor lauter Verwirrung scheint einem schier der Kopf zu platzen. Man starrt wie gebannt auf Würfel und Karten, brüllt und wedelt mit den Armen durcheinander und weiß immer nicht so genau, wer nun den Punkt bekommt. Moe jedenfalls nicht.
Gewonnen hat schließlich mehrfach nacheinander, der gute Alex. Wir sagen jetzt mal nicht, dass wir ihn zu seinem Geburtstag mit Absicht haben gewinnen lassen.
Abends ging es dann noch ein bisschen ins Studio, wo wir auch noch auf den Dominik trafen und uns von ihm verabschieden, denn er startet ja nun sein Praxissemester und ist solange nicht in Fuwa. Danach machten wir uns noch auf die zweistündige Rückfahrt nach Furtwangen. Was da allerdings bei strömendem Regen passiert ist, weiß ich leider nicht. Das habe ich nämlich verschlafen. Müsst ihr Moe fragen.
Am nächsten Tag ging es dann nach Hause. Zumindest wollten Frederic und ich so schnell es geht in den Norden, da die Semesterferien diesmal ja kurz genug sind. Doch schon auf dem Weg Richtung Offenburg hörten wir wohlwissend Radio und erfuhren von einem 18 Kilometer langen Stau zwischen Achern und Baden-Baden (also gleich dem ersten Abschnitt unserer Reise), da ein Bagger umgefallen ist. Wie das passiert ist, könnt ihr versuchen aus diesem Artikel zu erfahren, mir ist es noch schleierhaft. Im Radio sagt man den wohlwissenden Zuhörern, dass man den Stau weiträumig umfahren solle, am besten über die französische A35. Das taten wir dann auch und fuhren kurz nach Offenburg Richtung Straßburg. Wir stellten uns diesem Abenteuer und hatten Anfangs auch Spaß dran mal eine andere Route auszuprobieren, doch kaum über den Rhein gefahren, fing das Verkehrschaos auch schon an. Ich hatte vergessen, dass es auf französischen Straßen in Großstädten ein bisschen an Italien erinnert und so fuhren Roller und Autos quer durcheinander. Irgendwann nach einigen Staus, hatten wir endlich die Auffahrt zu A35 erreicht und hatten freie Bahn.
Alles ging gut, bis einige Kilometer nach Frankfurt. Irgendwo im schönen Hessen befindet sich eine 10-12 km lange Baustelle. Ich kann gar nicht mehr genau sagen wo, aber Stau oder zäh fließenden Verkehr hatten wir dort bisher immer, weil dort von vier auf zwei Spuren reduziert wird. Verständlich in einer Baustelle. Wenn dann aber noch irgendwelche Deppen ineinander fahren und es nur noch einspurig ist, geht es sehr sehr schleppend voran. So befanden wir uns also bald ziemlich am Ende eines 9 km langen Staus und das ganz am Anfang der Baustelle. Ich weiß nicht mehr genau wie lange wir dort nun standen bzw. langsam, ganz langsam, vorwärts rollten. Eine Stunde war’s bestimmt!
Aber weiter gings, irgendwann. Wir näherten uns so schnell es ging Kassel und vielleicht war es zu schnell, denn kurz nach dem Wechsel von der A5 auf die A44 steht ein ganz gemeiner Blitzer, der uns leider nicht verschonte. Das verärgerte uns natürlich noch mehr, aber wir haben auch wieder dazu gelernt, wo wir beim nächsten Mal besser aufpassen müssen. Zur gleichen Zeit neigte sich unser Tank dem Ende zu. Etwa bei Paderborn sprang die Warnleuchte an und wir hofften und bangten, dass doch bald eine Tankstelle kommen mochte, aber wir hatten leider erneut an diesem Tag Pech. Also fuhren wir ab und suchten in einem Ort, den wir nicht kannten nach einer Tankstelle. Nach einigem Herumgegurke und immer weniger werdenden Sprit fanden wir eine freie Tankstelle mit Tankautomat. Aber das blöde Teil wollte keine unserer Geldkarten annehmen, dabei stand fett „Nur EC-Karten“ dran. Mist, wir saßen also fest und wussten nicht wie lange unser Tank noch reichen würde. Zum Glück kamen zwei junge Männer auf Fahrrädern vorbei und wussten ganz genau, wo eine weitere Tankstelle war und vor allem, dass sie nur ca. 1,5 Kilometer weit weg war. Wir probierten also unser Glück ud fanden sie. Dort waren sogar gleich zwei nebeneinander. Wir konnten also wieder auftanken und uns auf das restliche Stück unserer Strecke machen. Zu der Zeit warteten meine Eltern schon ca. eine halbe Stunde in Bad Oeynhausen, darauf dass ihre Tochter endlich ankommt. Da sie kein Handy hatten, konnte ich sie schlecht benachrichtigen in welch missliche Lage wir gekommen waren.
Ich bin also angekommen, nach wohl einer der längsten Fahrten von Furtwangen nach Buer und bin hundemüde ins Bett gefallen. Und die Moral von der Geschicht? Denkt sie euch selbst aus, ich bin dafür jetzt zu müde.
Ja, solche Tage kenn ich…
Was Reisende nicht alles erleben!!
Grüße in den Norden