Schon wieder zwei Wochen vergangen, seitdem ich mich das letzte Mal gemeldet habe. Und schon wieder ist einiges passiert. Das Projekt Firmenlauf ist nun endlich abgeschlossen, aber auch erst seit dieser Woche.
Man ahnt ja gar nicht, was man noch alles erledigen muss, wenn der eigentliche Lauf statt gefunden hat. So als Projektleiterin hat man es nicht leicht.
Also fürs Intranet musste eine Seite erstellt werden, damit auch die lieben Kollegen mitbekommen, was sich im Hause getan hat. Für das Foyer wurde eine Schaufensterpuppe besorgt, die nun das Kostüm trägt. Für unsere hausinternen Sponsoren, allen voran den kaufmännischen Leiter galt es noch ein Poster als Dankeschön zu gestalten. Und und und. Ich hatte also noch so einiges zu tun.
Aber die Mühen haben sich gelohnt. Als Dankeschön von Seiten der Geschäftsleitung bekamen wir letzten Mittwoch ein Essen im Augustinerkeller ausgegeben. War wirklich ein sehr lustiger Abend in einem von Münchens größten Biergärten und unser Chef kam persönlich zu dem Essen dazu. War für uns also schon was Besonderes. Aber damit nicht genug. Am nächsten Abend hieß es gleich erneut essen gehen. Erneut wurden wir von Bosch zum Essen eingeladen. Und da fast keiner von uns Praktikanten aus München ist und wir uns auch einmal als richtige Touristen fühlen wollten, gings ins Hofbräuhaus. Oh man. Eigentlich bin ich immer noch sprachlos, was einem da an Klischees entgegen geworfen wurde. Kein Wunder, dass viele Leute im Ausland Deutschland mit Bayern assoziieren. Wir haben uns ja nicht lumpen lassen und haben den Bayerischen Abend gebucht.
Hier die Beschreibung des Hofbräuhauses:
„Zünftig is´! Beim Bayerischen Abend im Hofbräuhaus am Platzl führen wir Ihnen die schönsten Bräuche unseres Landes vor: Trachtengruppen, Alphornbläser, eine Jodlerin und die beliebten Schuhplattler mit ihrem „Alpenländischen Burschentanz“. Lassen Sie sich beeindrucken vom Können der einmaligen „Goaßlschnalzer“ und der Glockenspieler, die auf echten Kuhglocken die schönsten Melodien erzeugen. Unsere Gäste können natürlich auch mitmachen: Lernen Sie, wie sich Schuhplatteln anfühlt oder tanzen Sie eine Polka zum Zillertaler Hochzeitsmarsch! Zum Abschluss des Abends singen wir alle gemeinsam den brühmten Walzer „In München steht ein Hofbräuhaus…“.“
Ihr könnt euch also denken wies zuging. War auf jeden Fall lustig zu beobachten wie die Gäste aus China, Taiwan, Italien und Holland mitgingen und auch die Rentner von der Nordseeküste zu Schunkeln begannen. Wir hatten auch einen unserer Brandmelderhelme dabei und machten dann irgendwann auch angeführt von meinem Teamleiter Jens bei der Polonaise mit.
Nach ein paar Stunden, als schon alle anderen Gäste das Weite gesucht hatten, wurden wir dann auch höflich gebeten das Lokal zu verlassen. Die Gruppe trennte sich: Die einen gingen nach Hause und die anderen machten sich auf ins Pacha. Zu der zweiten Gruppe gehörte ich dann schließlich – nach einigem Zögern – auch. Und es war eine gute Entscheidung. Obwohl ich House eigentlich nicht so mag, war die Musik in dem Club echt gut. Wie würde Sigi sagen: „Echt eine gute Mischung!“
Hat wirklich Spaß gemacht mal wieder Tanzen zu gehen und vor allem mit der Gruppe, die dann noch verblieben ist. Jens hatte mir schon gesagt, dass ich den nächsten Tag Home Office machen könnte, aber „wer feiern kann, der kann auch arbeiten“, hab ich mir gesagt. So spät wurde es dann ja auch nicht. Um halb 2 war ich ca. zu hause und konnte am nächsten Morgen zur normalen Uhrzeit, also gegen halb 9 zur Arbeit gehen. Jens kam etwas später… also etwas mehr später. Aber das darf man ja nicht darauf schieben.
Um zum Ende zu kommen. Das waren wirklich zwei super tolle und lustige Abende und irgendwie ist es schon schade, dass man diese Gruppe von Leuten so wohl nie wieder zusammen sehen wird. Naja, wir haben immerhin einige Erinnerungsfotos gemacht.