Also am 7. Januar ging es am Nachmittag los Richtung Süden. Noch in der Stonestown Galleria schnell mit Essen und Trinken eingedeckt und los ging’s!
Erstmal mussten wir aus der Stadt rauskommen, was trotz starken Verkehrsaufkommens relativ schnell ging. Nach einiger Zeit kamen wir an einen sehr schönen Leuchtturm, als gerade die Sonne unterging. War ein sehr schönes Bild. Als wir ein bisschen an den Klippen entlang spaziert sind, hörte ich im Wasser etwas gurgeln und entdeckte einen Seeelefanten, der immer mal wieder auf- und abtauchte. Eigentlich nichts weiter Spektakuläres, da er soweit weg war, dass man ihn nicht richtig sehen konnte, aber war trotzdem toll.
An diesem Abend schafften wir es immerhin noch bis Monterey, wo aber absolut tote Hose war. Das Motel war in Ordnung, aber es gab weder Internet noch ein anständiges Frühstück. Außerdem haben wir es recht leicht geschafft das Klo zu verstopfen… Aber da möchte ich jetzt nicht ins Detail gehen.
Unser nächstes Tagesziel war Santa Barbara, bis dahin hatten wir aber noch eine sehr schöne Strecke entlang der Küste auf dem Highway 1 vor uns. Erster Stop war also direkt nach Monterey in Carmel-by-the-Sea, wo es wirklich einen wunderschönen Strand gab. Wir hatten Glück mit dem Wetter und es war angenehm warm und sonnig. Hätten wir nicht soviel auf unserer Liste gehabt, was wir alles sehen wollten, hätte man es dort sicher noch gut länger ausgehalten.
Entlang des Highways haben wir immer mal angehalten und die beeindruckenden Wellen und Küstenabschnitte fotografiert. Um die Mittagszeit sind wir im Pfeiffer Big Sur State Park im Nepenthe Restaurant eingekehrt, von wo aus man eine herrliche Aussicht hatte. Kein Straßenlärm und einfache eine tolle Atmosphäre. Und die hatte auch ihren Preis. Ich glaube wir haben zu viert fast doppelt so viel für dieses Mittagessen ausgegeben wie für eine Nacht im Motel… Das will was heißen.
Total vollgefressen mit Burgern und Kuchen sind wir weiter Richtung Süden. Kurz bevor die Sonne unterging, fanden wir noch einen Strand, an dem lauter Seelöwen und Seeelefanten lagen. Die Seelöwen hatten alle noch recht frische Jungtiere, die dementsprechend viel Lärm machten. War wirklich lustig mit anzusehen, wie sie eigentlich alle am Schlafen waren und nur hier und da mal frischer Sand auf den Rücken geschaufelt wurde, an einer anderen Stelle mal ein Junges nach Milch schrie oder weiter hinten am Wasser zwei Seeelefanten zu raufen begannen. Das Geräusch, das Seeelefanten machen, ist übrigens sehr witzig. Klingt ein bisschen wie ein verstopfter gurgelnde Abfluss.
Wie gesagt, ging dann die Sonne unter und wir machten uns auf direkten Weg nach Santa Barbara. Im Dunkeln konnten wir eh keine Aussicht mehr genießen. An der Küste von Santa Barbara konnte man dann auf dem Meer lauter helle Lichter sehen. Das waren aber keine Boote, sondern Ölboorinseln. Landschaftlich total unschön platziert, wie wir am nächsten Morgen gesehen haben.
Diesmal hatten wir mit dem Motel etwas mehr Glück. Es gab freies W-Lan, sogar so frei, dass wir es erstmal etwas unkonfiguriert haben. Man konnte ohne Probleme auf den Router zugreifen und da wir nicht alle ins Internet kamen, weil die eine Maximalkapazität eingestellt hatten, wurde das mal eben schnell geändert.
Die anderen bekamen dann wieder Hunger. Keine Ahnung wie, denn ich war immer noch zum Bersten voll vom Mittagessen. Wir sind also alle in den benachbarten 7-Eleven gegangen und die drei haben sich mit Mikrowellen-Fertignahrung eingedeckt, während ich nur schnell was zu trinken besorgt habe. Zurück im Motelzimmer wurde die Mikrowelle in in Betrieb genommen und die diversen Gerüche dieser Fertigfutter vermischten sich, was echt eklig war. Alex hat dann ein Vergleichsvideo gemacht, was ich hoffentlich noch demnächst von ihm zu Gesicht bekomme.
Am nächsten Morgen haben wir brav unser Motelzimmer geräumt und sind nach „Downtown“ Santa Barbara gefahren. Haben einen Parkplatz direkt an der Strandpromenade bekommen, was im Sommer sicher nicht geklappt hätte. Nachdem Dom sich mit einem Kaffee eingedeckt hat, sind wir auf den Pier raus, um ein bisschen die Sonne zu genießen. Die Aussicht war hingegen leider nicht so mein Fall. Die bereits genannten Bohrinseln verschandelten den Horizont und am Strand selbst waren die Rohre freigelegt, die das Öl von den Bohrinseln ans Land beförderten. Ansonsten machte sich mein Kellerkind-Syndrom wieder bemerkbar… die Sonne und das reflektierende Meer verursachten mir Kopfschmerzen. Bin einfach nichts gewöhnt…
Nach dem Mittagessen (mächtiger Käse-Burrito) sind wir dann weitergefahren. Wir wollten immerhin noch bis Los Angeles kommen. In Malibu machten wir nochmal einen Stop und betrachteten ein bisschen die Wellen an diesem ewig langen Strand, den man wohl vor allem aus „Baywatch“ kennt. Oder haben die gar nicht dort gedreht? Stilecht standen dort auf jeden Fall auch ein paar gelbe Jeeps rum. Sehr faszinierend fand ich auch diese grünen Blubberalgen. Die machten so lustige knackende Geräusche, wenn man draufgetreten ist. Da die Sonne dann auch schon wieder unterging, sind wir weiter nach Los Angeles. Mehr dazu dann später.




































