Auf solche Blogtitel kommt man wohl erst mitten in der Nacht, wenn draußen ein Gewitter tobt, was die Nacht zum Tag zu machen scheint. Gruselig und beeindruckend zugleich, wie sich die Silhouetten der der Tannen am Friedhof vor dem grellen Licht des Blitzes abheben. Ich mag Gewitter, auch wenn mich die Naturgewalten so manches Mal zusammen schrecken lassen.
Es ist eine meiner letzten Nächte in Furtwangen. Am Wochenende geht’s zurück in die Heimat, nach 3,5 Jahren im schönen Schwarzwald. Es heißt also Abschied nehmen, hoffentlich nur von meiner Wohnung, denn dem Orten und meinen Freunden hier werde ich sicher noch das ein oder andere Mal einen Besuch abstatten.
Irgendwie ist man zwiegespalten. Einerseits möchte man endlich hier rauskommen und mal wieder andere Luft schnuppern, auch wenn die hier nicht zu verachten ist. Andererseits war Furtwangen was Besonderes für mich. Das erste Mal auf eigenen Füßen stehen, lauter neue Leute und vor allem gute Freunde kennen lernen, weil man nicht mal eben am Wochenende nach Hause konnte, und sich im Studium wohl fühlen, selbst jetzt am Ende, wo man es einfach nur noch hinter sich haben möchte.
Lange Zeit lag dieser Blog nun brach, weil ich meine Thesis geschrieben habe. Mein schlechtes Gewissen hat mir immer wieder gesagt, dass ich lieber an meiner Thesis arbeiten sollte, als hier irgendeinen nichtsaussagenden Beitrag über das Wetter zu veröffentlichen. Ich hoffe, dass sich das in der nächsten Zeit wieder bessert, auch wenn ich euch mit Berichten von Kino- und Kneipenbesuchen langweilen werde, weil die in den letzten Monaten einfach viel zu kurz gekommen sind.
Apropos Wetter. Scheinbar habe ich ja doch wieder darüber geschrieben. Und während draußen der letzte Donner verhallt, mache ich mich hier mal langsam für’s Bett fertig. Morgen kriegt die Thesis ihren letzten Feinschliff, übermorgen geht sie, wenn alles nach Plan läuft, in den Druck und danach fange ich an meine Sachen zu packen.
Tschüßle Furtwangen!


